Die Geschichte von Batavialand

Das Meer, das Wasser und alles, was dazugehört.

Batavialand

© Batavialand
© Batavialand

Land, Wasser, Land

Was macht die Niederlande für mich so einmalig? Die Niederländer verbringen ihr Leben zum Großteil unter dem Meeresspiegel. Während meiner Autofahrt sehe ich, wie sich die Landschaft verändert. In Flevoland fährt man durch echtes Tiefland, ganze vier Meter geht es bergab. Das wird einem auf eindrucksvolle Weise klar, wenn man an einem Deich vorbeifährt. Ich bin überrascht darüber, dass das Land so tief liegt. Aber scheinbar ist das hier die normalste Sache der Welt. Mein heutiges Ziel ist Batavialand. Die Tatsache, dass man in Flevoland auf dem ehemaligen Meeresboden herumspaziert, ist schon außergewöhnlich. Und auch, dass dieser Landstrich vor Jahrtausenden schon einmal besiedelt wurde. Mit anderen Worten: Erst war es Land, dann wurde daraus Wasser und heute ist es wieder Land. Batavialand lässt seine Geschichte von Pionieren erzählen. Figuren aus verschiedenen Zeiten – von vor 7.000 Jahren bis heute – berichten, wie es ihnen ergangen ist.
 

Zurück in der Zeit

Vorgeschichte

Im Land von Michelle wird man in die Urzeit zurückversetzt. Ich schaue mir den Film an und sehe, wie sie ihre Nahrung zusammensuchte und wie die Landschaft von Flevoland vor 7.000 Jahren aussah. Ich bewundere die einzigartigen Objekte, die im Boden gefunden wurden. Sie liegen in der Vitrine und reichen von Speerspitzen bis hin zu Töpfen. Im ersten Stock erzählt Ritter Volrad mir die Geschichte des Mittelalters. Er nimmt mich mit zur Burg von Kuinre. Von hier aus wurden Raubzüge auf der Zuiderzee unternommen. Außerdem diente die Burg als Knotenpunkt für die Schifffahrt. Vor 600 Jahren fuhr hier auch die Ijsselkogge ein. In dem Spiel sehe ich Kinder, die mit der Ijsselkogge zu den Hansestädten fahren.
 

Lernen und entdecken

Cornelis Lely

Dem Ingenieur Cornelis Lely begegnet man überall im Museum in irgendeiner Form. Er hatte die Idee, wie man große Teile der Zuiderzee in Land verwandeln konnte. Ich sehe, wie Kinder im Wassertheater, aber auch in einem interaktiven Spiel den Umgang mit dem Wasser lernen. Batavialand hat auch eine Werft. Dort nimmt Lucretia mich mit ins 17. Jahrhundert. Diese wohlhabende Dame aus Amsterdam war Passagier auf dem Ostindienfahrer Batavia und erlebte dabei heftige Sachen. Der Führer auf dem Rundgang erzählt mir über die unglückliche Reise des Schiffes.

Auf dem Werft

© Batavialand
Batavialand Lelystad smeden

Batavialand Lelystad smeden

© Batavialand

Entdecken Sie verschiedene Handwerke

Man erfährt aber nicht nur von den Erlebnissen von Lucretia, sondern auch die Geschichte von Willem Vos, einem modernen Pionier. Er begann vor 35 Jahren mit der Rekonstruktion der Batavia, einem Ostindienfahrer aus dem 17. Jahrhundert. Auf der Werft sind alle Handwerke, die zum Bau eines Schiffes notwendig sind, vertreten. Ich schaue bei der Segelwerkstatt, der Bildschnitzwerkstatt und beim Schmied vorbei. Man darf auch selbst mit Hand anlegen und so macht das Kennenlernen der Handwerke natürlich besonders viel Spaß.

Könnte ich auch ein Pionier sein?

Für mich war es eine besondere Erfahrung, durch die Augen dieser Pioniere zu sehen und so eine Zeitreise zu machen.