Ode an die Landschaft

Kaum irgendwo anders auf der Welt gibt es eine so vielfältige Landschaft wie in den Niederlanden. Unsere Kulturlandschaft wurde zum großen Teil von Menschen geschaffen. Höchste Zeit, diese Tatsache zu feiern. Und das tun wir im Themenjahr 2021 „Ode an die Landschaft“, wobei Flevoland eine der Perlen ist.

Flevoland - Neu geschaffenes Land

© Het Flevo-landschap
NAP paaltje Schokland NOP Geschiedenis

NAP paaltje Schokland NOP Geschiedenis

© Visit Flevoland

Flevoland erneuert sich laufend

Keine andere Landschaft in den Niederlanden wurde stärker durch Menschenhand geprägt als Flevoland, das gut vier Meter unter dem Meeresspiegel auf dem Boden der ehemaligen Zuiderzee liegt. Dieses größte Neulandgewinnungsprojekt der Welt, das zur Sicherung der Nahrungsversorgung der Niederländer gemeint war, wurde komplett am Zeichentisch entworfen. Mit schnurgeraden Äckern, Straßen und Kanälen, aber auch mit Landschaftskunst, wilder Natur und modernen Städten. Flevoland ist von Menschen geschaffenes Land, einzigartig und eigensinnig. Man weiß auch sofort, wo man ist. Der weite Horizont, die klaren Linien, die Weiträumigkeit, die viele Natur – das kann nur Flevoland sein.

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Insel im Polder

Eine besondere Geschichte

Flevoland hat eine relativ junge Geschichte. Die alten Zuiderzee-Inseln Urk und Schokland wurden zum Beispiel einfach in den Polder integriert. Man kann sie in der angelegten Landschaft klar erkennen. Vor allem Schokland fällt auf, weil es rundum von neuem Land umgeben ist. Beim Durchqueren der Provinz spürt man den Wandel des Zeitgeists. Die Gelände und Bauernhöfe ändern sich, ebenso wie die Dörfer, Städte und Aktivitäten. Der denkmalgeschützte Waterloopbos ist inzwischen ein ausgewachsener Wald und beherbergt ein wasserlauftechnisches Labor aus dem letzten Jahrhundert. Hier und da gibt es auch Hinweise auf eine ältere Vergangenheit. Fundstellen von Schiffwracks erinnern daran, dass man hier eigentlich auf dem Boden der Zuiderzee steht.

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Nationalpark Nieuw Land

© Allwrite

Das jüngste Nationalpark

Im Markermeer wurde neue Geschichte geschrieben. Dort wurden vor kurzem die Marker Wadden angelegt, neue Inseln zur Verbesserung der Natur des Markermeers. Nach derselben Methode, Building with Nature, wurde der Houtribdijk verstärkt. Mehr Sicherheit geht dort perfekt mit Naturentwicklung einher. An beiden Orten macht die Natur sich bereits breit. Das ist der rote Faden, der sich durch alle Naturgebiete in Flevoland zieht: künstlich angelegte, aber im Endeffekt vollwertige wilde Natur. Gute Beispiele dafür sind die ausgedehnten Oostvaardersplassen und der intime Horsterwold, der doch der größte zusammenhängende Laubwald der Niederlande ist. Die geplanten Naturgebiete aus der frühesten Anfangsphase bilden inzwischen sogar den neuesten Nationalpark unsere Landes: Nieuw Land.

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Überall Land Art

Landschaftskunst

Flevoland ist ein einiges großes Landschaftskunstwerk. Alles wird hier schließlich immer noch von Menschen erdacht und gemacht. Für innovative Ideen ist immer Platz. So wird mit freiem Bauen, Naturentwicklung und einem aufblasbaren Wehr experimentiert, gibt es Pläne für mehr neue Inseln und steht die Floriade an. Viel ist Flevoland dabei an seinen Landmarks gelegen. Dazu gehört zum Beispiel der Knardijk, der früher die Außengrenze von Ost-Flevoland bildete und heute noch in der Landschaft erkennbar ist. Auch die ausdrückliche Entscheidung für neun spektakuläre Landschaftskunstwerke ist typisch Flevoland. Nirgends anders auf der Welt kann man auf so wenig Raum so viel Land Art bewundern. Beeindruckende Werke wie Groene Kathedraal (Marinus Boezem), Sea Level (Richard Serra) und das vierzig Jahre alte Observatorium (Robert Morris) sind besondere Wahrzeichen in der von Menschen geschaffenen Landschaft.

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Teile des Programms - Ode an die Landschaft

Ode an die Landschaft - auf der Karte